Sonntag, 24. März 2013

Die Karpfenwelt mit Go Pro

Die Go Pro ist eine der vielseitigsten Kameras überhaupt, die spektakuläre Filmaufnahmen bei allerlei Aktivitäten liefert. Extremsportler verwenden sehr gerne diese Kamera wie z.B.
Felix Baumgartner bei seinem Stratos Sprung. Die Go Pro eignet sich für so gut wie alle  Freizeitaktivitäten und hält tolle Erlebnisse in Bild und Ton in ausgezeichneter Qualität fest. 
Wilde Unterwasserwelt .....


...... Heimat unser Karpfen


Als ich kürzlich durch einen guten Deal die "Hero 2" von meinem Bruder erwerben konnte, nützte ich rasch die erste Gelegenheit die Welt der Karpfen unter Wasser zu erkunden und das Ergebnis meiner ersten Versuche hat mich begeistert! Der Einblick in die Unterwasser-welt war und ist für mich immer spannend, egal ob mit Schnorchel und Taucherbrille oder mit der Pressluftflasche. Der Blick unter Wasser hilft uns beim Karpfenangeln weiter. Durch die Go Pro hat sich nun eine weitere Möglichkeit eröffnet den Lebensraum unserer Zielfische zu erkunden. Ja sogar mehr, denn selbst bei einem echten Tauchgang sind Karpfen recht schwierig zu filmen oder zu fotografieren. Mein Bruder ist ein sehr erfahrener Taucher und erzählt, dass die Karpfen vor den aufsteigenden Luftblasen, die beim Ausatmen entstehen, erschrecken und schnell die Flucht ergreifen. Sehr selten ist es daher auch möglich diese Fische direkt beim Fressen zu beobachten.
Die meisten von uns kennen die tollen " Korda" Videos, welche uns viele Einblicke im Verhalten der Karpfen vorallem bei der Nahrungsaufnahme gegeben haben und welche Auswirkungen sich daraus auf unsere Köderpräsentationen ergeben können.
.....mystisch
Mit diesen Bildern im Kopf machte ich mich trotz noch winterlichen Bedingungen auf den Weg zu einem Freund, der ein tolles Gewässer besitzt. Eine schöne Schottergrube mit einem guten Fischbestand und klarem Wasser. Im Vorfeld hatte ich mir einen 4 Meter langen, teilbaren  Kescherstock besorgt und eine entsprechende Vorrichtung gebastelt, um die Go Pro zu montieren. Wir waren beide sehr aufgeregt als wir ins Boot stiegen und die Kamera zu Wasser ließen. Langsam fuhren wir das Ufer entlang. Stellenweise gibt es im Uferbereich viele Hindernisse, welche gute Unterstände für die Fische bieten. Nach geraumer Zeit waren wir mit unsere Erkundungstour fertig und gespannt, was wir zu sehen bekommen sollten. Schon am kleinen Display der Kamera waren tolle Bilder zu sehen, doch erst zu Hause am PC war ich hoch erfreut. Sehr mystisch war die Unterwasserwelt und ich hatte auch den einen oder anderen Karpfen vor der Linse! Am nächsten Tag forderte ich mein Glück noch mehr heraus. Mit einer Dose Mais wollte ich einen Platz füttern und die Kamera dort platzieren. Sie sollte eine Stunde in aller Ruhe ausharren dürfen und trotz der niedrigen Wassertemperatur waren wir zuversichtlich. Als wir uns dann wieder zum Platz schlichen konnten wir in der Nähe tatsächlich ein paar dunkle Schatten erkennen. Es waren wirklich ein paar Karpfen in der 8-10 kg Klasse unterwegs gewesen und wir hofften, dass sie vielleicht auch an unseren Platz vorbei gekommen sind. 

Hier waren Karpfen am Werk!
Als ich am Abend dann neuerlich am PC saß war ich sehr aufgeregt. Es war schon toll zu sehen wie der Mais wie Goldregen langsam zu Boden sank und einen sehr netten kleinen Futterteppich kreierte. Dann kam der erste Hecht ins Bild und verweilte eine zeitlang ruhig und bewegungslos über dem Futterplatz. Es dauerte rund 15 Minuten und dann sah ich zwei dunkle Schatten die näher kamen und da waren sie plötzlich! Und es gesellten sich noch zwei weitere dazu. Drei Schuppen- und ein Spiegelkarpfen überschwommen immer wieder ruhig und gelassen den gelben Futterteppich. Sie machten aber keinen wirklich interessierten Eindruck. Sie verschwanden dann aus dem Bild um nach einer gewissen Zeit wieder zu kommen. Und dann plötzlich drehte ein Schuppi seinen Kopf nach unten und saugte mit einer anschließenden Staubwolke ein paar Maiskörner ein. Das war genau das was ich sehen wollte und der Bursche hatte mir den Gefallen tatsächlich gemacht! Es blieb die einzige Nahrungsaufnahme während der Filmzeit doch ich war mehr als zufrieden. Mich hat dieser erste Versuch mehr als motiviert hier ordentlich weiter zu arbeiten. Ich habe noch viel mit der Go Pro vor und hoffe sehr, die eine oder andere spektakuläre Filmaufnahme in Zukunft machen zu können.

Die Fotos für den Blog sind ein Auszug aus meinem Film.




























Ruhig und majestetisch
















Big Fish aus der Tiefe - einfach aufregend!

















Hier zu angeln ist gefährlich!




















Allen Karpfenangelnden Go Pro Besitzern wünsche ich viel Glück und tolle Aufnahmen. Es ist ganz einfach eine geile Sache :)!


Andreas Karrer

Montag, 18. März 2013

Kaltwassertaktik


Ein Hakenköder in Pelletsform hat mir bei kalten Wassertemperaturen schon sehr oft zum Erfolg verholfen. Speziell im ganz zeitigen Frühjahr oder im Spätherbst verwende ich gerne Trigga Ice Hook Pellets. Ich bin auch wirklich ein Fan von Dosenmais. Diese kleinen hellen und süßen Körner sind ganz einfach ein Magnet für Karpfen, speziell bei kalten Wasser. Selbstverständlich ist der Süßmais auch in der wärmeren Jahreszeit ein Erfolgsgarant aber bei aktiven Kleinfischen nicht immer die beste Wahl. Die Karpfen sind bei der Futtersuche unter 10 Grad Wasser-temperatur noch nicht sehr aktiv und aus diesem Grund setze ich gerne hochattraktives Futter in kleineren Mengen ein. Zumeist starte ich die neue Saison an kleineren, flachen Gewässern sobald das Eis geschmolzen. Über das Stalken habe ich ja bereits berichtet aber mich reizt es natürlich auch schon zeitig im Frühjahr eine Nacht im Bivvy zu verbringen. Und Dosenmais spielt dann eine gewichtige Rolle.
Zuerst leere ich die Flüssigkeit der Maisdose in eine extra Schüssel, schütte die Maiskörner in einen Behälter und ergänze mit Trigga Ice Pellets ( Mini und Standard ). 
Zusätzlich kommen Kokosnussraspeln dazu und danach wird das ganze mit Mulitmino oder Nutramino übergossen.


Zumindest 12 Stunden lasse ich die Sache stehen, damit sich die Maiskörner und die Pellets ordentlich mit dem roten Saft ansaugen. Am nächsten Tag kommt dann etwas Groundbait dazu - ich verwende gerne den Method Mix von Nutrabaits - und vermenge das ganze noch mit dem originalen Saft des Dosenmais. Die gut getränkten Kokonussraspeln haben trotzdem genug Auftrieb um an die Wasseroberfläche steigen und genau das will ich. Der Method Mix bildet eine tolle und attraktive Wolke im Wasser und am Grund liegen für die Karpfen die hellen und süßen Maiskörner sowie die weichen Pellets. Ein herrlich gedeckter Tisch an dem die Karpfen selbst bei Trägheit nicht vorbei schwimmen können. Als Hakenköder verwende ich dann zumeist Hakenpellets und gerne einmal ein halbiertes 12mm Pineapple N-Butyric Pop Up als Schneemann. Mein Rig ist dann sehr einfach, denn über den Winter haben die Karpfen meistens das erlebte des Vorjahres vergessen und sind nicht so vorsichtig wie sie es vielleicht im Herbst sind.

Die Wassertemperatur lag deutlich unter 10 Grad
Füttern lässt sich es sich natürlich 
am besten vom Boot aus aber auch mit einem Baitboat oder mit der Spod Rod funktioniert das bestens. 
Allerdings sollte man bei flachen Gewässern die Futterrakete vor dem Aufschlag am Wasser abbremsen um somit ein tiefes Eintauchen der Rakete mit viel Lärm zu verhindern.

Diese Taktik hat mir schon sehr viele schöne Karpfen bei kalten Wassertemperaturen beschert.




Tight lines
Andreas Karrer